Ein Morgen, der bleibt

Es sind diese stillen Stunden, die sich einprägen. Letztes Jahr, kurz nach sechs Uhr morgens, standen wir gemeinsam (meine Frau und ich) auf dem Golfplatz des Golf-Klub Braunschweig, die Kamera in der Hand, der Tag noch ganz am Anfang. Der Tau lag noch auf den Grün, und die ersten Sonnenstrahlen tasten sich langsam über den Golfplatz.
Zu dieser frühen Stunde gehört der Platz fast nur denen, die bewusst hinschauen. Neben ein paar Greenkeepern, die sehr verwundert waren uns zu sehen, waren nur noch ein paar Vögel so früh auf den Beinen. Keine Geräusche, kein Hecktik, kein Spiel. Die Fahnen standen regungslos, die Grüns wirkten wie gemalt. In diesem Licht verliert der Golfplatz seine Funktion und wird zur Bühne: Linien, Farben, Kontraste – Natur in ihrer ruhigsten Form.
Die Bilder, die dabei entstanden sind, erzählen nicht nur von einem Ort, sondern von einem Moment. Von Nähe, von gemeinsamem Erleben, von einem Morgen, der ohne große Worte auskam. Vielleicht ist es genau das, was man auf den Fotos sieht: Nicht nur den Golfplatz, sondern das Gefühl, zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen zu sein.







